Der Aufbau von Hoyerswerda

 

 

Parallel mit der Grundsteinlegung in Schwarze Pumpe begann der Aufbau der Hoyerswerdaer Neustadt.

 Ein sogenanntes Tausend-Mann-Lager, eine Barackenstadt im Westen der Altstadt, in der Nähe des Bahnhofsgeländes, war die Wohnstadt für die Arbeiter und Ingenieure in Schwarze Pumpe und Hoyerswerda.

 Alles begann mit dem Aufbau von 650 WE (Wohneinheiten) im Norden des Bahnhofes der heutigen Altstadt von Hoyers-

werda.

 Eine Gedenktafel am ersten fertigen Wohnblock in der August-Bebel-Straße 16a erinnert an diese Jahre.

 

 

 Schon 1958 verlegte man die Fernwärmeleitung vom ersten Kraftwerk in Schwarze Pumpe in die Neustadt nach Hoyerswerda. Alle neuen Wohnungen konnten dadurch mit Heizwärme versorgt werden.

 Die Stadt wuchs schnell. Die 2-, 3- und 4-Zimmer-

wohnungen - alle mit Bad und separater Küche - waren geräumig, hell und preiswert (40 - 80 Mark, warm im Monat).

 

 

 

Quelle: LebensRäume Hoyerswerda eG

           "50 Jahre Tradition und Zukunft"


 

 

 

Sehr schnell begann man mit dem Aufbau eines neuen Krankenhauses, denn die Bevölkerung wuchs schnell.



 

 Alle waren froh, als 1968 ein

neues Centrum-Warenhaus

eröffnet wurde.

 Die Deutsche Post der DDR brachte auch eine Briefmarke heraus.

 

 

 Aus allen Teilen der Republik kamen junge Familien nach Hoyerswerda. Kein Wunder - die Stadt war die kinderreichste Stadt weit und breit.

 

 

  Das Bautempo musste erhöht werden.

Moderne Kindergärten und Kinderkrippen und mehr als zwanzig neue Schulen entstanden.

 

Quelle: Erich Schutt, Cottbus





Den Tiergarten, den jetzigen

Zoo, bauten die Arbeiter und Angestellten zum großen Teil selbst.

Sogenannte „Aufbaustunden" waren ein bisschen „freiwillige Pflicht" Die Arbeitsbrigaden wetteiferten danach. Es sollte doch alles schön werden für die vielen Kinder.

                                               




 

 Das „Sahnehäubchen“ der Stadtentwicklung war im Frühjahr 1984 die Eröffnung des „Hauses der Berg- und Energiearbeiter“ in Hoyerswerda - der heutigen „Lausitzhalle“. Rund 70 Millionen Mark hatte das Gaskombinat Schwarze Pumpe investiert,

 

 




 Es lebt sich sehr gut in der modernen Stadt für die Arbeiter und Angestellten aus Schwarze Pumpe, den umliegenden Tagebauen - aber auch aus den ortsansässigen Großbetrieben der Bauwirtschaft, wie dem Industrie- und Kraftwerksbauer BMK Kohle- und Energie (15 000 Beschäftigte)

 


 

um seiner Belegschaft und allen anderen Menschen der Stadt und der ganzen Region ein außerordentlich schönes Konzert-, Theater- und Festspielhaus zu bauen. Die Lausitzhalle ist auch noch heute ein kulturelles Zentrum der ganzen mittleren sächsisch-brandenburgischen Lausitz.

 


und dem Industriellem Wohnungs-  bauer WBK Wohnungsbaukombinat Cottbus/Hoyerswerda mit mehr als 10 000 Beschäftigten.

 

Das „Neue“ Hoyerswerda – die historische Altstadt (750 Jahre) und die „sozialistische“ Wohnstadt – hatte 1989/90 ca. 72 000 Einwohner.

 



 

 

Wissenschaftler aus dem „Museum für Deutsche Geschichte nach dem 2. Weltkrieg“ in Bonn/NRW wählten den gemeinsamen Aufbau von Schwarze Pumpe und Hoyerswerda als Beispiel für den Aufbau der Schwerindustrie in Ostdeutschland nach dem 2. Weltkrieg aus. So hat unsere Entwicklung nun einen Platz in der Dauerausstellung in Bonn für 10 Jahre.

 

Wir denken, das ist eine würdige Anerkennung der Arbeit zehntausender Menschen in den 1950er bis 1980er Jahren.

 

Quelle: Museum für Deutsche Geschichte, Bonn


 Beide – der Industriestandort Schwarze Pumpe und die Neustadt in Hoyerswerda haben nun schon eine mehr als 60-jährige Tradition. Und unser Traditions- und Förderverein „Glückauf Schwarze Pumpe“ e. V. fühlt sich dieser 60-jährigen Geschichte sehr verpflichtet.

 

 Wir haben in den 15 Jahren des Bestehens unseres Vereines viel Kraft aufgewendet, das Bewusstsein über die gewaltige Aufbauleistung in der ganzen Lausitz wach zu halten, den Menschen Stolz zu vermitteln. Das haben wir gemeinsam mit den Verantwortlichen in den Städten Hoyerswerda und Spremberg getan – unser Vereinslogo zeigt das. Wir werden das auch in der Zukunft so tun.