Wir über uns

 Wir haben uns als Traditionsverein „Glückauf Schwarze Pumpe" e. V. am 30. Mai 2002 gegründet. Welche Überlegungen haben uns zu dem Schritt der Vereinsgründung geführt?

 Braunkohle war die einzige Energiequelle für die im Jahre 1949 neu gegründete DDR. Braunkohle - die Quelle für Strom, Brikett, Koks und Gas. Ohne diese veredelten Energien ging nichts beim Wiederaufbau des Landes nach dem

2. Weltkrieg. Deshalb gab es den Beschluss der Regierung der DDR, im Herzen der Lausitz - in dem kleinen Ort

Schwarze Pumpe - das Braunkohleveredlungskombinat mit dem gleichen Namen aufzubauen, das später jeden Tag

100 000 - 120 000 Tonnen Kohle verarbeiten und veredeln sollte.

 

 

 

Die Grundsteinlegung am 31. August 1955 wurde ein stimmungs-voller Tag. Hunderte Gäste waren eingeladen und die ganze Umgebung machte sich auf Beine. Alle wollten dabei sein, vor allem, was da in Gang gesetzt wird.

 

 

 

 

   Bilder: Erich Schutt

 

 

 

 

 

 

 Der Minister für Schwerindustrie, Herr Fritz Selbmann, bestieg selbst eine Planierraupe, mit der er den symbolischen „1. Spatenstich" vollzog. Er soll gefordert haben: „Gebt mir eine Planierraupe; für ein solches Objekt ist ein Spaten zu klein"

 

 

 

 

 Die Stimmung war gut, auch der Auslöser der „Aktivisten"

Bewegung in der DDR - der legendäre Steinkohle-Bergmann Adolf Hennecke war unter den Gästen (Bildmitte).

 

 

 

 Fast war es selbstverständlich, dass in der zweisprachigen Lausitz gerade eine Sorbin mit ihrer Tochter dem Minister den obligatorischen Begrüßungsstrauß überreichen konnte.

(Frau Helene Kobalz, Jg. 1926 und ihre Tochter Christa, leben heute beide in Hoyerswerda-Kühnicht)

 

 

 

 Nach diesem 31. August 1955 ging alles sehr schnell.

Wenige Monate später waren schon 8 000 Bau- und Montagearbeiter auf der Baustelle Schwarze Pumpe.

 Täglich wurden an den Spitzenzeiten 1 Million Mark an Baustoffen,

Stahl und Ausrüstungen verbaut.

 Schon am 1. Mai 1959 schickten die Arbeiter und Ingenieure - ein bisschen stolz - die ersten Briketts zur Demonstration nach Berlin.

 

 

 

Symbolisch loderte auf diesen ersten Veredlungsprodukten aus dem neuen Kombinat die „Flamme des Sozialismus".

 Schon vier Jahre später waren es rund 10 Mill. Tonnen Briketts verschiedener Qualitäten, die in drei Brikettfabriken produziert werden konnten.

 

 

 

 

Bild: DDR Museum Berlin